Die besten Trainingstipps für Alltag und Hundesport [Blogparade]

Hund streicheln - Trainingstipps für Alltag und Sport mit dem Hund [Blogparade]

Wir verraten euch unsere liebsten Trainingstipps – und ihr könnt mitmachen!

Je länger man sich mit dem Thema Hund beschäftigt, desto mehr Erkenntnisse gewinnt man. Durch Ausprobieren, Erfolg und manchmal auch Misserfolg. Und durch aufmerksames Beobachten. Nach einer Weile hat man als Mensch-Hund-Team seine ganz eigenen Routinen gefunden.

In diesem Artikel erklären wir euch unsere drei wichtigsten Tipps für das Training mit dem Hund. Und wieso sie Zwei- und Vierbeinern das Leben erleichtern.

Trainingstipps - Tipps für dein Hundetraining - Badge - Hundesport Nubi

Trainingstipps: unsere Top 3

Hier lest ihr, weshalb es unserer Erfahrung nach empfehlenswert ist, …

  • verschiedene Hörzeichen für Hundesport und Alltag einzuführen
  • nicht immer nur mit Leckerchen zu belohnen
  • lieber weniger als mehr zu trainieren

 

Alltags- und Sporthörzeichen

Gerade unseren Teilnehmern der Begleithundegruppe dürfte es zu den Ohren rauskommen. So häufig erinnern wir sie daran, die Kommandos vom Hundeplatz nicht wahllos im Alltag zu verwenden. Aber wieso eigentlich? Schließlich heißt Fuß doch, dass der Hund nicht an der Leine ziehen soll. Oder etwa nicht?

Laufenan lockerer Leine - Trainingstipps für Alltag und Sport mit dem Hund [Blogparade]
Laufen an lockerer Leine = Fuß…?

Der Unterschied zwischen Hundeplatz und Alltag

Trainiert man für die Begleithundeprüfung oder einen anderen Hundesport, bedeutet das Hörzeichen Fuß viel mehr. Die Prüfungsordnung (Stand 2012) besagt eindeutig:

Der Hund hat stets mit dem Schulterblatt auf Kniehöhe an der linken Seite des Hunderführers zu bleiben; er darf nicht vor, nach oder seitlich laufen.

Desweiteren:

Von der Grundstellung aus hat der am tierschutzgerechten handelsüblichen Halsband oder Brustgeschirr angeleinte Hund seinem HF auf das HZ für „Fuß gehen“ freudig zu folgen.

Mit freudig ist gemeint, dass der Hund hoch erhobenen Hauptes, mit voller Körperspannung und zum Hundeführer orientiert läuft. Übrigens: die Begleithundeprüfung ist die einzige Prüfung, in der ein Geschirr erlaubt ist.

Das Ganze sieht in Reinform dann so aus:

Fuß gehen - Unterordnung - Trainingstipps für Alltag und Sport mit dem Hund [Blogparade]
Schäferhund Nubi beim Fußlaufen in der Unterordnung.

Eindeutige Signale für den Hund

Was im Hundesport wünschenswert ist, ist im Alltag überflüssig. Dort empfinden wir es als wichtiger, dass der Hund nicht an der Leine zieht und nah bei uns bleibt. Würden wir dazu ebenfalls das Hörzeichen Fuß nutzen, schießen wir damit ein Eigentor. Der Hund merkt schnell, dass gar keine korrekte Fußposition mitsamt stetem Blickkontakt gewünscht ist und man sich bereits mit einer lockeren Leine zufrieden gibt.

Und jedes Mal wird es für ihn mehr zu einem Rätselraten. Was möchte Frauchen / Herrchen heute? Wie ist das Hörzeichen Fuß dieses Mal zu interpretieren? Am linken Bein kleben oder reicht die lockere Leine? Das mit viel Motivationsarbeit aufgebaute Fußlaufen nimmt jedes Mal Schaden, wenn “nicht ziehen” bereits als vollständig ausgeführter Auftrag gilt.

 

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Unklarheiten in der Kommunikation vertragen unsere Hunde gar nicht gut. Um die zu vermeiden, haben wir zweierlei Kommandos. Eine Reihe für den Hundesport, mit all seinen pingeligen Regeln. Und eine für den Alltag.

Nubi und Wollie zum Beispiel kennen folgende Hörzeichen:

Hundesport vs Alltag

Fuß Die Schulter des Hundes am linken Bein des Hundeführers. Blickkontakt haltend und bei Stehenbleiben sofortiges Einnehmen der Grundstellung. – Bei mir. An lockerer Leine in der Nähe bleiben. Ob links oder rechts ist unwichtig.

Sitz Schnelles, gerades Hinsetzen mit Körperspannung. – Setz’ dich. Hinsetzen. Ob in sich gerade oder bequem auf einer Pobacke ist egal.

Platz Schnelles, gerades Ablegen mit Körperspannung. – Leg’ dich. Irgendwie hinlegen und entspannen. Es passiert erstmal nichts.

Hier Vorsitz: mittig vor dem Hundeführer Sitzposition einnehmen. Blickkontakt halten. – Komm. / Pfiff. / Nunkommschonwirwollenweiter!

 

Belohnung sinnvoll variieren

Belohnung = Leckerchen? Nicht immer. Je nach Situation und Hund kann man die Art der Belohnung prima variieren. Ein Hund, der ein mäkeliger Esser ist und Futter eher als überflüssig empfindet, wird sich mit Leckerchen nicht so gut motivieren lassen, wie sein verfressener Kollege.

5 Möglichkeiten, den Hund beim Training zu belohnen
  • Lob
  • Leckerchen
  • Spielzeug
  • Körperkontakt / Streicheln
  • Spiel mit dem Hundeführer

Jede einzelne Art der Bestätigung hat Vor- und Nachteile. Loben und mit Futter belohnen kann man, ohne eine Übung zu unterbrechen. Gerade bei leichtfuttrigen Hunden sollten die Trainingsleckerlies jedoch von der Tagesration Fressen abgezogen werden um Übergewicht vorzubeugen.

Hat man einen sehr beuteorientierten Hund, wird er für sein Spielzeug alles geben. Das ist für ihn eine hohe Motivation. Der Nachteil: übermotiviert lernt es sich schlecht! Zudem muss eine Übung aufgelöst / beendet werden, wenn ein Spieli fliegt. Oder man gemeinsam zergelt.

Hund mit Spielzeug - Trainingstipps für Alltag und Sport mit dem Hund [Blogparade]
Für Hunde mit viel Beutetrieb die ultimative Belohnung: ein Spielzeug!
Sowohl Nubi als auch Wollie sind wahre Beutegeier. Dadurch sind sie zwar höchst motiviert, wenn ein Spielzeug als Bestätigung eingesetzt wird. Beim Lernen von neuen Dingen ist das allerdings hinderlich.

Unsere Faustregel:

Muss der Hund sich etwas aktiv denkend neu erarbeiten, wird mit Leckerchen und Stimme bestätigt. Soll gut bekannten Übungen mehr Geschwindigkeit verpasst werden, gibt es ein Spielzeug zur Belohnung.

Auf dem Blog von Hundesport Trainingstagebuch haben wir mehr über das Thema Belohnung im Hundetraining geschrieben.

 

Kurze Einheiten

Wisst ihr, wie lange sich eure Hunde konzentrieren können? Und zwar wirklich konzentrieren. Häufig hört man: “Der ist nicht plattzukriegen. Nach X Stunden Spaziergang kann der immer noch seinen Ball holen und rennt herum.”.

Bewegung ist nicht gleichzusetzen mit Training. Wenn der Hund etwas Neues lernt, ist das für ihn ungeheuer anstrengend.

Kong Wubba Spielzeug Labrador 2 - Hundesport Nubi
Neues lernen ist anstrengend. Deshalb: kurze Trainingseinheiten!

Voll ausgebildete Spürhunde sind beispielsweise maximal 15-20 Minuten im Einsatz. Danach haben sie Pause oder Feierabend. Weil selbst bei einem erwachsen, gut trainierten Profi die Konzentrationsfähigkeit dann erschöpft ist. Diese 20 Minuten sind gefüllt mit einer gut bekannten Aufgabe. Die Hunde haben Routine in dem, was sie tun. Zu Beginn der Ausbildung starten auch sie mit kurzen Einheiten.

Konzentration und Aufnahmefähigkeit mit kleinen Einheiten schulen

Was heißt das für unsere eigenen Vierbeiner? Die Aufnahmefähigkeit ist begrenzt. Wir sollten im Training also darauf achten, dass wir den Zeitpunkt nicht überschreiten, an dem die Arbeitsfreude der Überforderung weicht. Mehrere kurze Einheiten bieten einen besseren Lernerfolg, als ein Mammuttraining von einer Stunde oder mehr.

Nubi mit seinen vier Jahren kann schon etwas länger arbeiten, als die junge Wollie. Die hat nach zwei bis fünf Minuten bereits Pause. Auch, wenn wir den Tag am Hundeplatz verbringen. Mehr über Wollies Ausbildung zum Begleithund erfahrt ihr in der fortlaufenden Serie.

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Gerade junge Hunde können sich noch nicht lange konzentrieren.

Blogparade: eure liebsten Trainingstipps

Jetzt seid ihr dran – nehmt an unserer Blogparade teil und berichtet von euren liebsten Trainingstipps!

Wie das geht?

  • schreibt einen Blogartikel in dem ihr von euren Trainingstipps erzählt
  • verlinkt auf diesen Beitrag
  • gebt uns bescheid (hier in einem Kommentar oder auf Facebook), damit wir eure Werke hier in einer Sammlung verlinken können

Wer mag, darf sich gerne den Badge zur Blogparade herunterladen und in seinem eigenen Blog verwenden.

Trainingstipps - Tipps für dein Hundetraining - Badge - Hundesport Nubi
Zum Herunterladen klicken.

Und wenn man gar keinen Hundeblog hat? Dann sind wir natürlich trotzdem neugierig auf eure Trainingstipps. Kommentiert diesen Artikel – wir lesen gespannt mit!

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Kerstin erzählt auf dem Hundeblog Flummi’s Diary von ihren drei Erkenntnissen über das Hundetraining.

Auf Rica’s Dogblog geht es ums Erlernen neuer Verhaltensweisen, die Macht der Körpersprache und die innere Einstellung. Die Autorin Bettina ist angehende Tierpsychologin und ein großer Fan von Markertraining.

 

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9 Idee über “Die besten Trainingstipps für Alltag und Hundesport [Blogparade]

  1. The Pell-Mell Pack sagt:

    Tolle Tipps. Da ich ja nicht viel Hundeplatzerfahrung habe, dachte ich immer, dass die Signale zur Begleithundeprüfung für den Alltag sein sollen. Sprich, dass dort erlernte Fuß ist auch das gewünschte Alltagsfuß. Mit deinem Artikel ging mir eben das erste Mal auf, dass es im Prinzip ja ein Kunststück oder Trick ist, den der Hund da erlernt.
    Allerdings wundert mich gerade, warum etwas gefragt wird, dass dann so im Alltag gar nicht gefragt ist und es dennoch Prüfung zum Begleithund heißt. Das finde ich dann wieder etwas schade.
    Auf alle Fälle werde ich mal zusehen, dass ich meine liebsten drei Tricks zusammen bekomme. 😉
    Herzliche Grüße
    Stephie

    • Mara sagt:

      Hey Stephie,
      genau! Für unsere Hunde macht es erstmal keinen Unterschied, ob sie Tricks lernen oder auf dem Hundeplatz für die Unterordnung trainieren.
      Der Name “Begleithundeprüfung” ist irreführend. Es ist die Basisprüfung für den Hundesport. Zwar werden im Verkehrsteil durchaus alltagsrelevante Dinge abgefragt. Sollte ein Hund jedoch beim täglichen Gassi wirklich nach Pürfungsordnung permanent Fuß gehen oder sich ablegen müssen, tut er mir leid.
      Auf deinen Beitrag sind wir schon sehr gespannt – du hast immer so tolle Ideen!
      Liebe Grüße,
      Mara

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  6. Laura, Felix & Tobi sagt:

    Genau aus diesem Grund haben wir nie eine Begleithundeprüfung gemacht! Ist natürlich ein super Sport, aber wir haben uns als wir Tobi bekommen haben erst einmal auf den Alltag konzentriert 🙂
    Auslastung gibts bei uns durch Dummytraining 🙂

    • Mara sagt:

      Hey ihr Drei,
      genau das ist es tatsächlich: Sport.
      Dummytraining ist – gerade für einen Golden Retriever wie eurem Tobi – eine tolle Sache!
      Ganz viel Spaß euch,
      Mara und der Rest vom Team

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